Die Tage werden kälter und die Nächte länger. Der Geruch von leckeren Weihnachtsbäckereien und Glühwein hängt in der Luft. Dies kann nur eines bedeuten – der Winter steht vor der Tür.

Aber das bedeutet noch lange nicht, Winterschlaf zu halten. Welche der Wintersportarten wird dir am meisten Vergnügen bereiten? Um der Versuchung zu entgehen sich im warmen Heim einzunisten und zu vermeiden, dass der Bauch über den Winter wächst, stellen wir dir die beliebtesten Wintersportaktivitäten vor.

Traditionell, aber trotzdem nicht langweilig – Skifahren

Ab auf die Piste! Skifahren ist laut einer Umfrage eine der beliebtesten Wintersportarten schlechthin. Da ist es kaum verwunderlich, dass viele bereits in jungen Jahren auf Skiern stehen. Die Grundfertigkeiten sind leicht zu erlernen, oftmals ist es gerade als Anfänger empfehlenswert, einen oder mehrere Kurse in einer Skischule zu besuchen.

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Du solltest allerdings darauf achten, dich vor dem Skivergnügen gut aufzuwärmen um die Verletzungsgefahr und ein verfrühtes Ermüden zu vermeiden. Je nach Technik und Fahrkönnen werden zwischen 280 und 450 kcal pro Stunde verbrannt werden und wenn die Beine brennen, hast du dir eine Pause auf der Hütte redlich verdient.

Die andere Art sich im Schnee fortzubewegen – Langlaufen

Wenn du allerdings deine Skier mal anders verwenden möchtest, solltest du Langlaufen ausprobieren. Diese Sportart trainiert nicht nur die Beine, sondern auch die Arme und steigert die Leistung des Herz-Kreislauf-Systems. Da die Kraft des gesamten Körpers beansprucht wird, beträgt der durchschnittliche Kalorienverbrauch beachtliche 570 kcal pro Stunde.

Person beim Langlauf zwischen Felsen

Beim Langlauf verbrennst du nicht nur unglaublich viele Kalorien, du kommst auch in den Genuss wunderschöner Landschaften. (Bildquelle: pixabay.com / skeeze)

Langlaufen bringt auch andere Vorteile, unter anderem ist die Sturzgefahr – im Gegensatz zum normalen Skifahren – nicht so hoch und es wird auch keine Liftkarte benötigt. Aber Vorsicht, für das Langlaufen gibt es eigene Langlaufski, diese sind um einiges schmaler und verlangen gerade am Anfang deinem Gleichgewichtsinn manches ab.

Für gewöhnlich gibt es eine vorgegebene Spur, diese sogenannten Loipen führen oftmals durch wunderschöne Landschaften, welche dich vergessen lassen, wie sehr du dich gerade verausgabst.

Surfen mal anders – Snowboarden

Wenn du hingegen nur ein Brett unter deinen Füßen bevorzugst, dann ist diese Wintersportart genau das richtige für dich.

Wenn du allerdings zum ersten Mal auf ein Snowboard steigst, solltest du unbedingt einen Kurs belegen, um nicht nur die grundlegenden Fahrtechniken, sondern auch das richtige Fallen zu erlernen. Denn wenn du dich nicht richtig mit dem Brett unter den Füßen abfängst, riskierst du üble Verletzungen.

Snowboarden sollte nicht unterschätzt werden, du kannst dabei je nach Verausgabung bis zu 400 kcal pro Stunde verbrennen. Das Surfen im Schnee fördert das Gleichgewicht, Koordination und Kraft, und ist damit ein Workout für den gesamten Körper, bei dem vor allem deine Beinmuskulatur beansprucht wird.

Die elegante Art der Fortbewegung – Eislaufen

Wenn dir Skifahren zu gefährlich oder zu teuer ist, solltest du es mit Eislaufen probieren. Auch wenn die ersten paar Minuten auf der spiegelglatten Fläche einer unbeholfenen Rutschpartie gleichen, hast du nach kurzer Zeit den Bogen raus und gleitest schwerelos über die vereiste Fläche.

Eislaufen ist ein gutes Training für das gesamte Herz-Kreislauf-System und kurbelt nicht nur die Fettverbrennung an, sondern stärkt auch deine Balance und Kondition. Je nach Verausgabung kannst du zwischen 100 und 300 kcal pro Stunde verbrennen.

Es gibt einige Möglichkeiten, wo du deine Fähigkeiten auf dem Eis unter Beweis stellen kannst. In den Städten gibt es zahlreiche, künstlich angelegte Eislaufplätze. In den landschaftlichen Gegenden kannst du dich aber auch auf zugefrorene Seen oder Teiche begeben.

Aber Achtung! Wenn du dich für eine natürliche Eisfläche entscheidest, solltest du dich vor Ort über die Tragfähigkeit und die Dicke des Eises erkundigen.

Dafür brauchst du keinen Führerschein – Rodeln

Wenn du dir die Frage stellst, welcher Wintersport ohne große Vorkenntnisse für die ganze Familie geeignet ist, lautet die Antwort: Rodeln.

Egal ob jung oder alt, jeder kann sich auf einen Schlitten setzen und den schneebedeckten Hügel hinunterfahren. Achte aber darauf, dass sich in unmittelbarer Nähe deiner Rodelstrecke keine Bäume befinden.

Wenn du aber dachtest, dass du beim Schlittenfahren keine Kalorien verbrennst, hast du weit gefehlt. Auch Rodeln ist ein tolles Winter-Workout. Durch das Bergaufziehen des Schlittens kannst du in einer Stunde bis zu 350 kcal verbrennen und dabei auch deine Bein- sowie Pomuskulatur kräftigen.

Doch was du während des Schlittenfahrens ganz besonders trainierst, sind deine Lachmuskeln.

Ein erfrischendes Bad – Eisschwimmen

Wenn dir ein warmes Bad in der Badewanne zu langweilig ist, können wir dir ein Eisbad empfehlen. Hierbei handelt es sich um ein Bad bei einer Wassertemperatur unter dem Gefrierpunkt, wobei du nur bis zur Brust in das Wasser steigst. Durch regelmäßiges Winterbaden soll das Immunsystem gestärkt werden.

Aber Achtung! Um deine Gesundheit nicht zu gefährden, solltest du dich nicht länger als wenige Sekunden/Minuten im Wasser aufhalten und es wäre ratsam, nicht alleine baden zu gehen. Im Fall der Fälle kann deine Begleitung Hilfe leisten.

Du solltest sich zudem vor und nach dem Bad gut aufwärmen, um die Gefahr einer Unterkühlung auf ein Minimum zu reduzieren. Solltest du dir unsicher sein oder Bedenken haben, empfehlen wir dir mit deinem Arzt Rücksprache zu halten.

Die Landschaft genießen – Schneeschuhwandern

Besonders im Winter ist es ein Vergnügen, durch die Landschaft zu wandern, und es kann als eine weitere gemütliche Wintersportart gestaltet werden. Bei geführten Wanderungen kannst du deine Umgebung erkunden und die Schönheit der Natur in vollen Zügen genießen.

Allerdings kannst du je nach Gelände und Schneehöhe auch bei dieser Sportart ins Schwitzen kommen. Abhängig von Geschwindigkeit und Steigung können zwischen 200 und 450 kcal pro Stunde verbrannt werden.

Wenn es doch etwas ruhiger sein soll – Eisangeln

Eisangeln gehört zu den eher gelassenen Wintersportarten und wird gerne zwischen November und Januar praktiziert. Hierfür ist eine Mindesteisdicke zwischen 15 bis 20 cm empfehlenswert, um einen Eisbruch zu verhindern.

Es gibt die verschiedensten Orte, an denen du eisangeln kannst. In der Regel wird es aber an zugefrorenen Seen direkt vom Ufer oder von den Stegen aus ausgeübt.

Mann beim Eisfischen auf einem See

Eisangeln ist ein Wintersport für ruhigere Gemüter. (Bildquelle: 123rf.com / 34688562)

Solltest du dich allerdings für einen zugefrorenen Fluss oder Bach entscheiden, solltest du unbedingt darauf achten, wohin du trittst. Vor allem bei Bächen ist die Eisfläche aufgrund der verschiedenen Strömungen unterschiedlich dick.

Wenn du das Angeln auf dem Eis beendet hast, solltest du die Stelle unbedingt markieren, ein Ast oder Zweig sollte dafür ausreichen.

Fazit

Für welchen Wintersport du dich auch entscheidest, achte immer darauf, dass deine Ausrüstung keine Mängel aufweist und du dich warm anziehst. Hast du dich bestens vorbereitet, steht der Bewegung an der frischen Luft, dem Naturerlebnis und dem Spaßfaktor nichts mehr im Weg. In diesem Sinne wünschen wir dir einen schönen Start in den Winter.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.merkur.de/sport/wintersport/welche-wintersportarten-sind-beliebtesten-9546815.html

[2] https://de.beatyesterday.org/active/fitness/10-coole-wintersportarten-die-du-ausprobieren-solltest/

Bildquelle: 123rf.com / 46772398

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